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Erklärungen:

 

Aktion bedeutet „Handeln“! Unsere Arbeit soll fürs Leben sein; daher gilt: kein totes Wissen, sondern lebendiges Handeln!" (Cotta)

 

Bien als zunächst unbekannter Begriff oder unvollständiger Schriftzug weckt Fragen !

Bien ist die Bezeichnung für das Honigbienenvolk mit seinen Wachswaben, das beim Imker in einem Bau (Beute) lebt, der hier als Rechteck mit Einflugschlitz und aus- oder einschwirrenden Bienen dargestellt ist, weil die Lernenden beim Imker auch meist die Magazinbeuten z. B. vom Typ Liebig kennenlernen.

Der Bien ist ein Superorganismus. Jedes Einzelwesen - Königin, jede der bis zu 50000 Arbeiterinnen und der ca. 200-300 Drohnen - verkörpert nur einen Bruchteil der Eigenschaften, die für den Artbegriff „Honigbiene“ und zur Erhaltung der Art zusammen gehören. Sie sind sozusagen freibewegliche „Körper-Zellen“ des Superorganismus. Durch flexible Aufgabenteilung bilden Arbeiterinnen unterschiedliche „Superorgane“, wobei immer noch neue entdeckt werden (z.B. Heiz-, Tankstellenbienen, siehe Prof. Dr. Tautz). Die Königin ist Geschlechtsorgan und Träger der Keimzelle. Drohen sind die Überträger der männlichen Spermien. Einzigartig sind die lebenswichtige, in zehntel Grad Schritten zwischen 33° und 36°C differenzierte Klimatisierung des Brutnestes und die Kommunikation zwischen den Bienen eines Volkes durch Tänze und über sein Wabennetzwerk. Letztlich ist dieser Superorganismus sogar unsterblich.

Wir werden erkennen, dass die Bezeichnung „Bienenstaat“ falsch ist und eine Einzelbiene nicht lebensfähig ist. Dieser Superorganismus hat sich in nur 9 Spezies in den letzten 30 Millionen Jahren über heute noch vorhandene Zwischenstadien in Koevolution mit den farbigen Blütenpflanzen entwickelt. Durch Blütenstetigkeit wird die Bestäubung von 80% unserer Blütenpflanzen garantiert. 

Die Grafik auf der Beutenfront könnte einerseits die Orientierungshilfe für die rückkehrenden Sammelbienen sein, die der Imker gerne über dem Flugloch anbringt. Andererseits stellt diese Grafik einen Teil  (Varroa - Biene – Kirschblüte – Kirsche – Mensch) des riesigen ökologischen Netzwerkes dar. Vergleichen Sie dazu auch unser didaktisches Ziel und unser Konzept!

 

 

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 Hansjörg Groenert