Bienen sind nicht nur aus biologischer Sicht (Körperbau, Entwicklung, Arbeitsteilung, Kommunikation etc) faszinierende Lebewesen, bei denen es viel zu entdecken gibt. Nach Rind und Schwein sind sie auch unsere wichtigsten Nutztiere. Rund 80% der landwirtschaftlichen Erträge hängen von der Bienenbestäubung ab. In den letzten Jahren machen aber die Monokulturen und Pestizide (Neonicotinoide etc.) der „Agrarindustrien“, Viren, Bakterien, Einzeller, Varroa-Milben, Elektrosmog und andere Krankheiten unseren Bienenvölkern, die seit Millionen Jahren die Erde bevölkern, so zu schaffen, dass sie jährlich massenweise zu Grunde gehen. Wir müssen die Bienen retten und die Imkerei unterstützen.

 

Einstein hat man z.B. in den Mund gelegt: »Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben«. Wenn diese Aussage auch stark übertrieben ist, so ist sie doch ein Anstoß zum Umdenken sowohl in der Landbewirtschaftung und Tierhaltung, also auch in der Bienenhaltung.

In den Rahmen- und Lehrplänen unseres Landes werden Unterrichtsziele der Pflicht- und Wahlbausteine im Spiralcurriculum in mehreren Klassenstufen am Beispiel der Honigbienen thematisiert – siehe dazu unser Gesamtkonzept

Mit Kopf, Herz und Hand, Digitalkamera oder Handy sollen die Lernenden die Bienen, deren Haltung und Bedeutung für unser Ökosystem durch eigene Beobachtungen entdecken, durch Experimente und Vergleiche neue Einstellungen gewinnen und diese vertreten können. Auf unserer Internetseite geben wir Empfehlungen für solche Beobachtungs- und Arbeitsaufgaben. So können – wie zur Zeit des Imkers Gregor Mendel, der an der Auswertung seiner Vererbungs-Experimente  Schüler erfolgreich beteiligte - unsere Schüler z. B. durch ihre Beobachtungen, Messergebnisse und Dokumentationen vielleicht wichtige Beiträge zum Hygieneverhalten (der Umgang mit der Varroamilbe liegt bei Honigbienen auf zwei rezessiven Genen, die zusammen wirken müssen), zu Vorteilen genetischer Vielfalt und zur Anpassung an Klimaänderung (z. B. Herbsttracht von dem „Neophyten“ Drüsiges oder Indisches Springkraut) bei Bienen machen, damit die Honigbienen,  also der Bien, sich unabhängig  von menschlicher Hilfe selbst evolutiv weiter entwickelt.

Schon ab der 4. Schulklasse können Schüler z.B. für die Wettbewerbe „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“

altersgemäß in wissenschaftliches Arbeiten eingeführt werden und dabei Methodenkompetenz erlangen, die zu den Kernqualifikationen der heutigen Wissensgesellschaft gehört. Eigenverantwortliches und fächerübergreifendes Arbeiten im Projekt- oder Arbeitsgemeinschaftsunterricht bieten sich bei Bienenhaltung an der Schule an.

 

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E-mail: Hansjörg Groenert